Wilson Pickett ist tot.
Der amerikanische Soulpionier, der in den 60er Jahren mit den Hits "Midnight Hour" und "Mustang Sally" bekannt geworden ist, starbam 19.02.2006 im alter von 64 Jahren an Herzversagen.
Der schon seit längerem gesundheitlich angeschlagene Sänger habe einen tödlichen Herzinfarkt erlitten, teilte seine Agentenfirma mit. Der Soul-Sänger, der scherzhaft "Wicked Pickett" (böser Pickett) genannt wurde, wurde im US-Staat Alabama geboren und sang dort zunächst Gospels in der Kirche. Als Jugendlicher in Detroit schloss er sich der Musikgruppe Falcons an, die 1962 mit "I Found a Love" ihren ersten Hit landete. Schon damals profilierte sich Pickett als Leadsänger. Ein Jahr später begann er seine erfolgreiche Solokarriere. Seinen größten Erfolg feierte er mit Songs wie "Mustang Sally" und "She's Lookin' Good", die Mitte der 60er Jahre die Platten-Charts stürmten. Auch seine Version des Beatles-Songs "Hey Jude" konnte sich 1969 unter den Top 20 behaupten.
1991 wurde Pickett gemeinsam mit The Byrds, John Lee Hooker und Tina Turner in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen. Im gleichen Jahr lebte der Soulsänger in dem Musikfilm The Commitments auf, ohne selbst eine Rolle zu bekleiden. (Der Streifen von Regisseur Alan Parker dreht sich um eine Gruppe junger irischer Musiker, die Pickett zu ihrem Idol machen und unbedingt mit ihm auftreten wollen.)
In den späteren Jahren seines Lebens fiel er wiederholt wegen Drogenmissbrauchs auf und kam mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. 1994 war er wegen Gewaltanwendung zeitweise im Gefängnis.
Mit seinem letztes Album It's Harder Now holte sich Wilson Pickett 1999 noch eine Grammy-Nominierung. Wegen zunehmender Herzprobleme hatte er Auftritte in Clubs vor einem Jahr aufgegeben. Der sechsfache Vaterwurde nach Angaben der Los Angeles Times in Kentucky im Grab seiner Mutter beigesetzt.
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