Budos Band
The Budos Band, eine 11-Mann funk soul instrumental Combo aus Staten Island mit einer typischen Afrobeat Instrumentenzusammenstellung: Drums, bass, Gitarre, elektronische Orgel, zwei Trompeten, bariton Saxophon, Percussion Sektion mit Bongos, Congas, Tambourine, Güiro, Clave, Chekere, and Kuhglocke.
Schon in jungen Jahren, in der High-School, spielten die Gründungsmitglieder zusammen in einem Jazz Ensemble in einem Gemeindezentrum. Die musikalischen Vorbilder zu dieser Zeit, hatte man sie doch im No Moore Club in Downtown Manhattan des Öfteren gesehen, waren Bands wie die Antibalas (Daktaris) , Sugarman Three oder die damals recht unbekannte Sharon Jones.
"Wir sind mit Metal und Punk aufgewachsen", erinnert sich Drummer Brian Profilio im Interview mit der Village Voice. "Und wir standen auf Hip Hop.Wu-Tang, N.W.A., die Geto Boys ... Wir mochten die Beats. Bei einem coolen Hip Hop-Track waren wir alle darauf aus, das Sample zu finden. Also haben wir versucht, Boogaloo und Funk zu spielen."
Aufgrund der immer größer werdenden musikalischen Differenzen mit dem Leiter der High School-Gruppe trennten sie sich von ihren Mentor. Die Gründung der Las Barbudos, zu Deutsch "Die Bärtigen", war folgrichtig und beschlossene Sache.
Kurze Zeit später umbenannt in „The Budos Band“, nachdem sich die ersten Bandmitglied rasierten, fanden sie sich regelmäßig zu Jamsessions zusammen. Schnell fand man zwei Bläser aus dem benachbarten Brooklyn.
In dieser Zeit versucht man zu spielen, wie man es von den Antibalas gehört hatte. Den Weg der Fünfzehnminütige Fela Kuti-Coverversionen, wie es die Antibalas getan haben, wollte die Budos Band aber nicht gehen. Durch die instrumentale Zusammensetzung der Band und das Unterordnen jedes Einzelnen zu einem Ganzen, entwickelte sich in der Stilfindungsphase ein homogener Klangteppich. Das musikalische Fundament der Budos Band, ihren unverwechselbaren Sound, wurde bei diesen intensiven Proben erschaffen.
"Wenn ich anderen Musikern erzähle, dass wir mittlerweile seit Jahren jeden Montag proben, kommt regelmäßig die Reaktion: 'Waaas? Jede Woche?'", sagte Gitarrist Tommy Brenneck gegenüber groundliftmag.com. "Die meisten Bands treffen sich, nehmen eine Platte auf und proben erst, wenn es gar nicht anders geht. Bei uns dreht es sich eher darum, dass man sich sieht und gemeinsam abhängt. In dieser entspannten Atmosphäre schreiben wir Songs. Die Hälfte der Band ist blau. Ich glaube, uns geht es wirklich viel mehr darum, Zeit miteinander zu verbringen."
Als diese schneidenden Bläsereinsätze, der warme, voluminöse Sound dessen rauer groove tief in den 70ern zu verwurzelten scheint auf einem Konzert von einem A&R-Mann des Brooklyner Funk- und Soul-Labels Daptone gehört wird, ist der Plattenvertrag mit dem „House of Soul“ nur eine Frage der Zeit. Nach Vertragsabschluß wird innerhalb von nur 3 Tagen und 3 Nächten das erste Album der Budos Band (Budos Band I 2005) eingespielt.
Saxophonist Jared Tankel erklärt im Interview mit clevescene.com: "Wir wollten klingen wie eine alte Schallplatte von 1971, die du in deiner Garage gefunden hast. Du legst sie auf und hast keine Ahnung, wer zum Teufel die Jungs sind."
Mal treibend (Up from the South), mal hypnotisierend (T.I.B.W.F), mal Polyrhythmik oder straight beats. Budos Band I wird in der Afrobeat – Gemeinde wie auch in der Funkgemeinde gleichermaßen „gehuldigt“.
2007 erscheint das zweite Album mit dem schlichten Namen „II“ Eingängigere Arrangements und überwiegende Uptempo – Nummern bestimmen das Bild. Afrikanische und orientalische Einflüsse, speziell aus dem äthiopischen Jazz (Mulatu Astatkes), werden in das ohnehin schon Dichte Rhythmusgeflecht verwoben. Traditionelle Afro-Bläsersätze, polyrhythmischer Afrobeat und teils psychedelische Wah Wah – Gitarren mit einem warmen und vollanalogen Sound machen diese Album sowohl tanzbar, als auch „verständlich“ für Hörer, die wenig Kontakt mit der Rhythmik des Afrobeat haben.
Im August 2010 erscheint das nächste Album der Budos Band. Schwer zu erraten welchen Titel das Album tragen wird: Budos Band III.
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