Chris JossChriss joss

Der französische Multiinstrumentalist, musikalischer Autodidakt und Musikproduzent  Chris Joss interpretiert schon seit Anfang der 90er Jahre, nach dem Umzug nach London, den groove auf eine besondere Art. 4 Jahre lang, Bestandteil diverser Londoner Bands als Gitarrist oder Bassist, produzierte er parallel dazu eigene Tracks mit  seinem Atari st, Sampler und 16 Spur Gerät.

Ein Tinitus zwingt ihn seine Band Engagements aufzugeben.

1995-96 arbeitet er an seinem erste Album „ The Man With a Suitcase“, ein Soundtrack für eine 60er Jahre TV Serie. Es erscheint 1999 auf dem Indie label Pulp Flavor. Den Lebensunterhalt bestreitet er währen dessen mit der Arbeit als Toningenieur.

2002 erscheint sein Album "Dr. Rhythm". Ein Album, das im Gegensatz zum Vorgänger, den aktuellen Sound der Gegenwart einfließen lässt. Electro und Downbeats mit Acid jazz (the fuse) sind die Fundamente dieses Albums. Joss integriert immer wieder seine funky groovigen Neigung in Tracks wie in "I´m so electric" oder "the gnomes".

Diese Vorliebe tritt auf dem Album "You've Been Spiked" von 2004 wieder stärker in Erscheinung. Traditionelle raue grooves mit  funky  Hammond – Orgel umschlungen von kreischenden Wah Wah Sounds der Gitarre.

Das relativ bekannte Label Eighteenth Street Lounge Music von den in den USA sehr bekannten Thievery Corporation und das Glück, das der Titeltrack seines Debütalbums für eine Werbekampagne zu "Ocean's 13" reaktiviert wurde, verschaffte Joss einen immensen Popularitätszuwachs.

Er bekommt folgend regelmäßig Remix Angebote(Titelsong zu "Pirates Of The Caribbean) und produziert auch eine Version von John Williams „ Superman“;ein Mix für einen Film-Trailer. (ESL2007)

Während dieser Zeit zwischen 2004- 2007 entsteht auch das Album "Teraphonic Overdubs".

13 Instrumentals die Easy Listening, Soul, Funk und Pop verbinden. Ein Album, das den geradlinigen Pop-Beat der 60er Jahre mit einer Prise Soul und Funk anreichert. Glatt und warm produziert, wie es in den 60er Jahren üblich war. Da fallen ein paar exotische Instrumente und Samples, die geschickt in einige Tracks verwoben sind, erst recht auf.

2009 ist es dann soweit. Das Album „Sticks“ fusioniert die in den Jahren gesammelten Ausflüge auf unterschiedlichste musikalische Inseln zu einem Groove – Monster.

Alle Sounds  - beats, bass, Gitarre, sitar, Flöten, Streicher oder keys verschmelzen zu einem unglaublich homogenen groove.

Die Sitar begleitet, wie „ein roter Faden“, konzeptionell fast das ganze Album. Das in Kritikerkreisen viel verwendete „weiterentwickeln“ ist hier definitiv keine Floskel.

2010 erscheint “ Monomaniacs Volume 1”. Inspiriert von den rare Funk Compilations, die er die letzten Jahre gehört hatte,  modulierte er seine alten Vorverstärker ( Vinyl static effect), kaufte sich zwei billige Snare Drums und eine Fender Stratocaster.

Das Ziel, den rauen Live-Vinyl-Studiosound bestmöglich umzusetzen. Eine Aufnahme sollte entstehen, die nicht nachbearbeitet oder gemastert werden sollte.

Das Ergebnis: Heulende Hammonds, hypnotisierende Moogs, Sitar und Vibraphon eingehüllt in einem warmen, treibenden Bassgroove, ein Album das auch im Uptempo-Bereich zu überzeugen weis. Eine perfekte Mischung seiner stilistischen Möglichkeiten in einem für ihn neuen Aufnahmeverfahren.

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