Christian ScottSeine professionelle Ausbildung genießt der Trompeter, der mit Zwölf seine erstes Horn geschenkt bekommt, am New Orleans Center for the Creative Arts. Anschließend absolviert Scott an der renommierten Bostoner Berklee Musikschmiede sein Studium in der Hälfte der normalen Zeit. Bereits als 16jähriger spielt Scott in der Band seines Onkels, Harrison. Auf anrat des Modern Jazz Altsaxophonist Donald Harrison versucht Scott seinen eigenen, einzigartigen Ton zu entwickeln, ohne sich dabei zu sehr von den Aufnahmen der Ikonen der Trompete beeinflussen zu lassen. Als er Harrison 2001 auf dessen Album „ Real Life Stories“ begleitete, war Scott gerade mal 18 Jahr alt. 2006 erscheind das Debüt Album "Rewind That". Auf Concord Records präsentiert der erst 22jährige ein Album, das Musiker, Kritiker, Journalisten der Jazzszene mit Lobeshymen überschütten. Höhepunkt ist die folgende Grammy-Nominierung für das "beste zeitgenössische Jazzalbum". Scott überrascht auf "Rewind That" mit ausschließlich selbstkomponierten Stücken ( Ausnahme: der Miles-Davis-Klassiker "So What" und Donald Harrisons "Paradise Found"). Obwohl Scott von allen Seiten bedrängt wurde, ein konventionelles Jazzalbum mit Standards zu machen, wie es viele junge, aufstrebende, talentierte Jazzmusiker schon vor ihm gemacht/versucht haben, entschied er sich ein modernes, progressives, groovendes Album zu machen. Jenseits der schon viel zu oft wieder aufgewärmten Bebop, Cool Jazz etc. Alben, die von jungen Musikern in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Begleitet wird Christian Scott auf seinem Debütalbum von einem elektrischen und zugleich elektrisierenden Sextett: der Gitarristen Matt Stevens ("Matt ist ein Ass", schwärmt Scott. "Bei neun von zehn Kompositionen, die ich schreibe, habe ich seine Gitarre im Kopf."), dem Tenorsaxophonisten Walter Smith III, Zaccai Curtis an Fender Rhodes und Wurlitzer, Bassist Luques Curtis und Schlagzeuger Thomas Pridgen ("Er spielt wie ein 1983 geborener Art Blakey. Er ist ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch steht. Er gibt ständig Gas. Und genau das brauche ich.") zu dem sich bei vier Stücken als Gast außerdem der Altsaxophist Donald Harrison gesellt. Den mittlerweile in New York lebenden Berklee-Absolventen darf man getrost als das größte Trompetentalent seit Roy Hargrove bezeichnen. Christian Scott scheint ein geborener Musiker zu sein. Obwohl er erst 22 Jahre alt ist, verfügt er bereits über den Ton und das musikalische Selbstbewusstsein eines großen Trompeters. An seinem einzigartigen Ton hat Scott zwei Jahre lang konzentriert gearbeitet. Er wurde von dem Trompetenveteranen Clark Terry in einige technische Geheimnisse eingeweiht. So produziert er mittels der warmen Luft aus seinem Zwerchfell, den rauchigen Ton, der Scotts Spiel so einzigartig macht. Seine Einzigartigkeit stellt er erneut im August diesen Jahres mit seinem zweiten Album auf Concord Records unter beweis. „Anthem “ knüpft an seinem Vorgängeralbum nahtlos an. Die Einflüsse der stilistisch, breit gefächerten Musikerzene New Yorks hat Scott auf dem neuen Longplayer verarbeitet. Das Concord-Album „Anthem“ widmet er seiner vom Hurrikan Katarina verwüstete Heimatstadt New Orleans. In seiner Band nahm Christian Scott für die Einspielungen von Anthem einige Umbesetzungen vor. Nach wie vor mit von der Partie sind Tenorsaxophonist Walter Smith III (mit 26 Jahren der Senior dieser jungen Band), Gitarrist Matt Stevens und Bassist Luques Curtis.Den Stuhl von Luques`Bruder Zaccai Curtis übernahm Keyboarder Aaron Parks und Schlagzeuger Thomas Pridgen wurde durch den nicht weniger talentierten Marcus Gilmore ersetzt, der ein Enkel des legendären Jazzschlagzeugers Roy Haynes ist. Dazu gesellen sich außerdem der Altsaxophonist Louis Fouche und die Bassistin Esperanza Spalding. Als Gast ist in dem Bonus-Track „Anthem (Postdiluvial Adaption)“ schließlich noch der Rapper Brother J von der Brooklyner X Clan-Posse zu hören. Angebote aus Musikerkreisen und der Musikindustrie als Gastmusiker für Musikproduktionen oder Live - Konzerte hat Christian Scott jede Menge. Das wird nach dem zweiten Album des Ausnahmetalentes mit Sicherheit nicht abreißen.
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