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Auf der ganzen Welt sprießen die Funkknospen aus dem Boden
und reifen zu stattlichen zumeist nach kurzer Zeit auch überregional bekannt
werdenden Funk-Bands.
Ein Phänomen,
das sich nicht erst seit dem kometenhaften Aufstieg des sich
in aller Munde befindlichen Labels Daptone Records aus New York manifestiert.
Das wäre zu einfach.
Die wirklichen Protagonisten die die Funk und Soul Fahne
gegen den Wind der digitalen Maschinerie der großen Labels hoch hielten sind
Dj´s (z.B.Kep Darge , Ian Wright) ,die über teils Jahrzehnte ihren analogen
Kampf unbeeindruckt fortführten.
Wer Sprach in den 90igern schon vom Funk oder
Soul. Wenige Ausnahmen zu dieser Zeit, wie die Poets of Rhythm , setzten erste
musikalische Ausrufezeichen.
Anfang bis Mitte dieses Jahrzehntes war der musikalische
Mark satt. Die Verkaufszahlen, auch im Zuge des sich immer weiter verbreitenden
Internets, gingen stark zurück.
So lag es auf der
Hand, „neue“ Sounds zu suchen.
Ein elitärer kleiner Kreis von Labels veröffentlichte in regelmäßigen Abständen in Vergessenheit geratende Funk und Soulperlen
vergangener Tage.
Im Stiele der 60er und frühen 70er Jahre wurden diese kleinen
Labels die Startrampe für die neuzeitigen Funk und Soul Bands. Denn viele
Labels dieser Zeit, hatten ein Aufnahmestudio und im besten Falle eine
hauseigene Band.
Es war dementsprechend also nur eine Frage der Zeit, dass
die Medienwelt aufmerksam auf den analogen Funk-Sound dieser Bands wurde.
In diesem Zusammenhang kann man die aus Nashville stammende
Band „The Dynamites feat. Charles Walker“ betrachten.
Charles Walker ist ein
Soulpionier erster Stunde.
Der aus Nashville, Tennessee stammende Sänger war in den
frühen 60ern mit seiner damaligen Band „Little Charles and The Sidewinders“ in
der New Yorker Club-Szene nicht wegzudenken und veröffentlichten Singles auf
den Labels Champion, Decca und Chess .
Als Opener und im Schatten von James Brown , Etta James oder
auch Wilson Pickett gelang Charles Walker nie der richtige Durchbruch.
Doyle
Davis, Manager der Band „The Dynamites“, traf Charles Walker bei der
Veranstaltung „Country Music Hall of
Fame’s Night Train to Nashville“.
Davis wusste, dass er in Charles Walker den Sänger gefunden
hatte, nach dem Bill Elder, Gründer und Songschreiber der Dynamites, so lange
gesucht hatte.
Ein Paar, das nicht besser harmonieren kann. Ist doch die
tiefe Verwurzelung Walkers zum erdigen Soul und die hervorragenden
Songwriter-Eigenschaften Elders ein perfekte Fundament, um authentische Soul
Musik zu machen.
Was erwartet uns?
Die Band, die solide, handwerklich zu überzeugen weiß, die
die Funk- und Soulsongstrukturen beherrscht. Bläser, Drums und Bass punkgenau, mal
dynamisch, treibend
(Body
Snatcher, Ever Time, Killin It) mal groovend, schleppend (can you fell it, come
on in)
Charles 'Wigg' Walker hat bereits vier Jahrzehnte Erfahrung auf
der Bühne. Souverän setzt er seine Soulstimme dort ein, wo man sie erwartet. Seine
Vocals fügen sich ein, sind ein Teil des jeweiligen Tracks, Dominanz wird
vermieden. So klingen die Songs allesamt homogen und ausgereift.
Elder selbst :"Die Idee dahinter war nicht, eine Platte
aufzunehmen, die klingt, als stamme sie aus dem Jahr 1962. Unser Ziel war es,
mit einem Fuß in den späten 50ern, 60ern zu stehen, der Musik aber gleichzeitig
einen neuen Dreh zu verpassen."
Die zehnköpfige Kapelle aus Nashville hat mit "Kaboom!" zwar
den Funk und Soul keinen „neuen Dreh verpasst“, setzt aber den Trend der
handwerklich guten authentischen Funk und Soul Musik der Gegenwart fort.
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