Chess Records (1950-1959)Das von den Brüdern Leonard und Phil Chess in Chicago gegründete Label Chess Records wurde in den 60ern zu einem enorm erfolgreichen Unternehmen, das Electric Blues, Soul, Funk, Jazz, Gospel und sogar Psychedelia veröffentlichte. Zusammen mit Atlantic , Motown und Stax Die Chess-Brüder waren von der Blues-Szene ihrer Heimatstadt fasziniert. Ihre erste Platte hatte allerdings auch einen Hauch von Jazz – es war Gene Ammons Version von "My Foolish Heart". Doch schon mit der zweiten Platte stiegen sie tief ins Bluesgeschäft ein und dokumentierten die aktuelle Band von Muddy Waters. Muddy Waters und Howlin Wolf revolutionierten den Blues mit ihrem neuen, urbanen Sound. Zu den Künstlern des Labels zählen auch Bo Diddley, Chuck Berry, Etta James, Gene Chandler, Ramsey Lewis oder Laura Lee. Das Programm von Chess Records umfasste mit Ramsey Lewis, Lorez Alexandria und Sonny Cox jedoch nicht nur Soul, sondern auch Jazz. In der Folge zogen die beiden mit ihrem Plattenlabel ein äußerst erfolgreiches Geschäft auf, vor allem deshalb, weil sie die Struktur des amerikanischen Musikbusiness so gut durchschauten und sich dessen Besonderheiten zunutze machten. Bald war Chess mehr als ein Plattenlabel, es war ein Markenzeichen. Künstler wie Howlin' Wolf, John Lee Hooker, Buddy Guy standen bei ihnen unter Vertrag, deren Sound des urbanen elektrisch verstärkten Chicago-Blues einen eigenen Stil ausmachte und im Laufe der Zeit sogar viele Nachahmer fand. Viele Musiker der Zeit wolten den rauhen Chicago-Blues spielen und so klingen wie Howlin' Wolf oder John Lee Hooker. Rocker wie Bo Diddley und Chuck Berry, die den neuen populären Stil der 1950er Jahre mitkreieren halfen. Chuck Berry, mit seinen ungewöhnlichen und vorher noch nicht dagewesenen Auftritten wurde zum Aushängeschild des Rock´Roll und eine große Einnahmequelle für Chess Records. Parallel dazu gab es immer wieder einige Jazzaufnahmen – vor allem auf dem Unterlabel Argo, das 1955 gegründet wurde. Ein Jazz-Label das 1965 in Cadet Records umbenannt wurde, da eine Firma ähnlichen Namens in Großbritannien existierte. Hier wurden Platten von Art Farmer, Benny Golson oder Rahsaan Roland Kirk veröffentlicht. –, der legendäre Ruf des Labels aber lag in den Jahren des Chicago-Blues begründet. Diesen Ruf erhielt sich der Name Chess auch nach dem Verkauf des Labels im Jahre 1969 für 6,5 Millionen Dollar an General Recorded Tape.
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